Grafischer Produktkonfigurator oder CAD?

Variantenfertiger stellen sich immer komplexereren Produkten, steigender Variantenvielfalt, Marktanforderungen für höhere individuelle Anpassungen und fragen sich:

Welche ist das bessere Software-Werkzeug, um die Konfiguration meiner Produkte zu unterstützen? Welche Software-Werkzeug ist effizienter: ein grafischer Produktkonfigurator oder CAD Software?

Stehen Sie auch vor solchen Herausforderungen?

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die Unterschiede zwischen den beiden Systemansätzen und beschreiben die Vorteile, um Sie bei einer möglichen Ausrichtung zu unterstützen.

Ist es effizienter mit einer CAD Software zu konfigurieren?

Das Konzept von CAD-Programmen zielt auf Produktentwicklung und Design-Tools. Abseits dieser Funktionen, ist eine CAD-Software für Produktkonfiguration einsetzbar?

Falls Sie ein CAD-System neben der Produktentwicklung auch für die Produktkonfiguration von Varianten benutzen möchten, d.h. auch um Zeichnungen und Stücklisten für Aufträge und Angebote zu liefern, gibt es erhebliche Nachteile:

  • Die Anfangsinvestition ist nicht zu unterschätzen
  • Es gibt erhebliche Einschränkungen hinsichtlich verteiltem Arbeiten, Offline-Szenarien und Web-Plattformen
  • Wenn man CAD-Systeme im Bereich der Vertriebsprozesse verwendet, sind hohe Prozesskosten und Ressourcenengpässe zu erwarten

Die Vorteile eines Grafischen Produktkonfigurators

Grafische Produktkonfiguratoren wurden entwickelt, um variante Produkte und deren Konstruktionsregeln abzubilden. Sie können auch Stücklisten erzeugen und automatisch Daten wie z.B. Zeichnungen, Fertigungslisten und NC-Code für die Maschinenanbindung herleiten.

Mit einer objektorientierten grafischen Konfiguration können Sie vom „Engineer-to-Order“ hin zu einem „Assembly-to-Order/Configure-to-Order“ Prozess wechseln. Sie brauchen nicht jedes Mal ein neues Projekt anzulegen und alle Konstruktionsphasen neu zu planen: entsprechend der spezifischen Konfiguration können Sie Standard-Module in unterschiedlichen, beregelten Kombinationen zusammenstellen.

Die Vorteile eines Grafischen Produktkonfigurators

Die Vorteile dieser Prozesse sind eindeutig:

  • Sie vermeiden Informationsunterbrechungen: das Produkt-Know-How, das verteilt ist zwischen verschiedenen Personen und Abteilungen, steht zentral zur Verfügung.
  • Sie haben keine Redundanzen von Prozessen und Daten, alles ist integriert und verbunden:
    • im Besonderen integriert sich der grafische Produktkonfigurator bi-direktional zu einem ERP-System;
    • infolgedessen ist die Pflege der Datenbasis optimal sowohl für Konstruktionsregeln als auch für die Maschinenanbindung. Da es synchron mit dem ERP zusammenspielt, kann man sogar bestehende Tabellen, Regeln und positionsübergreifende Abhängigkeiten importieren.
  • Sie vereinfachen die Konfiguration und Planung von kundenindividuellen Aufträgen. Auf Basis der Stammdatenpflegetools kann die modulare und komplexe Struktur der Produkte als Standard-Module bearbeitet werden.
  • Sie befreien die Engineering Abteilung von Vertriebsunterstützenden Tätigkeiten: auch weniger qualifizierte Benutzergruppen können Angebote mit dem grafischen Produktkonfigurator erstellen. Sie können erfahrungsgemäß CAD-Lizenzen reduzieren.
  • Sie haben flexible und skalierbare Schnittstellen, die die Integration mit anderen Systemen, auch CAD-Software, erlauben.

Grafischer Produktkonfigurator oder CAD?

Ist es somit immer besser einen grafischen Produktkonfigurator zu nutzen, wenn Sie variante Produkte konfigurieren möchten?

Ja, in ca. 80% der Fälle, weil im Konfigurator Varianten in einem Standard-Baukasten in Katalogstruktur abbildbar sind. In den restlichen ca. 20% handelt es sich in der Regel um Sonderbauprozesse. Hier ist es durchaus sinnvoll, Software-Werkzeuge wie CAD- und Design-Tools zu benutzen, da der Aufwand zu hoch wäre Sonderanfragen im Konfigurator datentechnisch abzubilden.

Ein gemeinsames Prozessmodell, das grafischen Produktkonfigurator und CAD integriert

Die eigentliche Frage ist nicht, zwischen einem grafischen Produktkonfigurator und einer CAD Software zu entscheiden.

Die eigentliche Frage ist, wie man ein gemeinsames Prozessmodell erstellen kann, das beide Systeme integriert. Sodass man die CAD Software für Produktentwicklung und Sonderprojekte effizient einsetzt, während man den grafischen Produktkonfigurator für Vertrieb und Auftragsservice benutzt.

Möchten Sie mehr über die Vorteile einer grafischer Produktkonfigurator für Ihr Unternehmen erfahren? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

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